KTM Testtag

Es wurde uns (Julius und mir) durch eine wirklich freundliche Belegschaft der Fa. FABER ermöglicht, mit 2 KTM´s auszureiten. Ich hatte mich für eine Duke, Julius für das hohe Viech (LC8 - Adventure) entschieden. Ursprünglich wollte ich die Supermotard ausfassen, aber leider war diese Kant´n schon vergeben. Eh wurscht !
So wollten wir zu unserem Wirtn Hannes, wo wir dann Reini treffen würden. Das erste lustige Erlebnis hatten wir, als Julius auf das sehr hohe Viech hinaufkraxelte. Ich bot ihm meine Hilfe an - Räuberleiter oder so ! Aber siehe da: Julius bewies wieder einmal durchaus Beweglichkeit und erklomm das Tier.

Ich nahm auf der Duke Platz - die Sitzhaltung ist auch sehr gewöhnungsbedürftig - und so starteten wir die Geräte und fuhren gen Westen. Im Stadtverkehr wuselten wir zwischen den Käfigen (Autos und Lkw´s) hindurch und beim Wirt trafen wir dann Reini und Gerry, der ja ein Comeback nach seinem Abstieg am Pannoniaring mit einer Duke feierte.

So fuhren wir durch den Wienerwald in Richtung Lunz/See, wo wir die Enduro- Strecke besichtigen wollten. Zwei Überraschungen: 1) positiv: die große und hohe Kant´n hat eine super Straßenlage und auch genug Leistung um wirklich ordentlich Gas zu geben und Gebückte einzusackeln. 2) negativ: die Duke schwächelt vom Motor und schwänzelt und wackelt bei höheren Geschwindigkeiten.
Um dies zu relativieren: wir sind große Zweizylinder-Eisen gewöhnt, die durchwegs über 100 PS Leistung besitzen. So erklärt sich die Entäuschung über den Einzylinder. Kurzum: für die Stadt und sehr enges Winkelwerk - muß aber wirklich eng sein - durchaus in Ordnung. Tagestouren sind damit nicht zu empfehlen !

Gerry, Julius, Reini  v.l.n.r. Reini mit der Duke

Gerry verließ uns zu Mittag, da er einen wichtigen Termin hatte ( Erbtante oder so ähnlich) . Wir drei fuhren in Richtung Lunz/See weiter und tauschten ständig die Motorräder. So ergaben sich wieder lustige Aktionen:

Reini übernahm die Duke und Julius hatte den Zündschlüssel am Tankschloß stecken lassen - dieses befindet sich bei der Duke ziemlich in Lenkernähe. So wollte Reini starten, indem er das Tankschloß entriegelte und es natürlich in der Hand hielt. Den Gesichtsausdruck brauch ich nicht zu dokumentieren. Reini : " Wos is´n des ????"

Ich fuhr mit der Hohen einen Waldweg hinein, da dort ein Schild mit einem Geländesport - Händler angebracht war. So fuhr ich immer weiter, der Weg wurde immer steiler und enger. Zusätzlich vermehrten sich gröbere Felsbrocken ! Ich dachte ununterbrochen: " mein Gott, nur nicht stehenbleiben, weiter Gas geben - mit dem Viech umdrehen is a Wohnsinn!" Es gelang mir dann doch irgendwie umzudrehen, ohne daß es mich aufbirnte. Doch es war höchste Konzentration angesagt. Julius Kommentar nach der Aktion: "Wenn ich dieses Viech hätte, würde ich einmal im Monat obefolln!"

Julius mit dem Viech ich mit der Duke

Ich fuhr mit der Duke und bewegte mich in einer Gegend des Wienerwaldes, wo ich 100% noch nie war. Auf einer steileren Straße, hustete die Duke ein-zweimal und blieb plötzlich stehen. Kein Sprit - der Tank war staubtrocken. Da die Duke einen Sprithahn hat, war dieser nach dem Tanken auf die Stellung "Reserve" geschaltet geblieben. Julius, der die Duke vor dem Tanken gefahren hatte, vergaß diesen Hahn wieder umzuschalten. Doch wie immer, hatte ich Glück, ließ die Duke den Berg hinunterrollen - direkt vor eine Gastwirtschaft. Auf meine Anfrage, wurden mir wirklich ca. 4 Liter Sprit eingefüllt. Julius zahlte - strafweise !

Zum Abschluß des Tages wurden wir kurz vor Pressbaum "waschelnaß" - es schüttete wie aus Kübeln. Wir kehrten in ein Kaffeehaus ein, zogen das triefnasse Zeug aus. Die eigentlich saudumme Frage des Kellners, der Reinis nasses T-Shirt sah : "Sad´s so noß wurn?" beantworteten wir ebenso blöd : " Na, da Reini schwitzt sehr leicht !"

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