Wir (Reini, Hannes und ich) reisten am Sonntag den 11.7.2010 am Abend an und bezogen unser Quartier in Savar. Wir übernahmen unsere Box Nr. 11 und konnten unsere Bikes sowie Equipment unterbringen. Dann kamen die restlichen Teammitglieder (die Oberösterreicher JEDI und PIXI ) an, welche ja mit ihrem Race-Bus unterwegs waren und auch in diesem schliefen.
Reini eröffnete uns, dass er im Team OBD-Tuning (Günter und Gerhard) mitfahren wird, So stand unser Oldie-Team fest:
Fredl "Millefredl" - da Oide |
Yamaha 1000 R1 |
Manfred "Jedi" - Tobacco Man |
Honda CBR 600 |
Markus "Pixi" - The Indian |
Honda 1000 "Fireblade" |
Hannes - "Da Bua" - Youngster |
Honda CBR 600 |
Die Hitze erreichte den Höhepunkt (38 Grad, die Luft stand, es wehte kein Lüftchen). So waren wir alle froh, dass am Nachmittag alles vorbei war und wir uns wieder die leichte Bekleidung anziehen konnten. Wir sahen dann noch Reini "Reinenstein", wie er beim Sternchen-Sprint-Race den 1.Platz in seiner Klasse erreichte und bejubelten seine Siegerehrung und den Pokal. War ein schöner Erfolg-wenn auch unter Qualen. Die Hitze war einfach schon zu viel.
Die Siegerehrung: "Wicki und die starken Männer"
Der eigentliche Höhepunkt kam dann abends, wo wir zuerst beim gemeinschaftlichen "Würstl"-Essen teilnahmen. Kurz vorher teilte ich "Pixi" noch mit, dass wir noch immer kein Grid-Girl hätten. Pixi nickte nur und sagte, dass er sich darum kümmern werde. Beim Essen lernten wir dann Gabi kennen, die sich nach längerem Zureden von "Pixi" bereit erklärte, in unserem Team als Grid-Girl teilzunehmen. In unserer Box erreichte dann der Spass seinen Höhepunkt, als Pixi zwei Mädls (eine davon war Gabi) in einen neben unserer Box aufgebauten Swimming-Pool warf. Auch der "Originale" vom Wolkersdorfer-Team musste in den Pool.
Als er komplett nass dem Pool entstieg, zeigte er nur das Victory-Zeichen und sang den Refrain: "Ab geht die Party und die Party geht ab!".
Sehr beeindruckt waren wir auch von einem "Jägermeister"-Automaten, der in der Box eines bayrischen Teams aufgebaut war. Hier werden gleich mehrere Jägermeister 4 Grad gekühlt ausgegeben. Natürlich testeten wir das Teil ausgiebig.


So feierten wir dann bis 02.30 Uhr. Dann fuhren wir (Hannes und ich) noch in unser Quartier, wo wir schlussendlich um 03.00 Uhr ins Bett kamen.
1. Verbesserungsvorschlag: beim nächsten 123 Runden Rennen schlafen wir auch in der Box !
Nach viel zu wenig Schlaf krochen wir am Renntag aus den Federn und sahen ziemlich erledigt aus. Trotzdem mussten wir unser Qualifying fahren und platzierten uns auf dem 26. Startplatz. Es war ziemlich heftig, als wir wieder ins Leder steigen mussten. Viel trinken, war das oberste Gebot. So schütteten wir uns literweise Mineralwasser in die verschwitzten Körper. Dank unserer oberösterreichischen Teamgefährten stand wenigstens ein Standventilator in der Box. Der angefüllte Kühlschrank half uns auch sehr !
Das Rennen wurde schließlich um 12.15 Uhr gestartet. Pixi unser Startfahrer, machte seine Sache sehr gut und hielt sich permanent im guten Mittelfeld auf.


So drehten wir unsere Runden, hatten bis auf ein lockeres Massekabel an Pixi´s Honda keine technischen Probleme. Aufgrund der hohen Temperaturen lösten wir uns beim Fahren alle 10 Runden ab, allerdings kostete dies viel Zeit.
2. Verbesserungsvorschlag: wenn es nicht so extrem heiss sein sollte, muss jeder Fahrer längere Turns fahren !


Wir fuhren weiter und weiter, schwitzten, tranken Mineralwasser, bis es am Nachmittag gegen 15.00 Uhr plötzlich am Himmel sehr dunkel wurde. Der Platzsprecher kündete ein Gewitter an, bei Starkregen mit Pace-Car Runden, bei weniger Regen würde normal weitergefahren werden. Dies blieb uns dann glücklicherweise erspart, der Regen blieb aus. Die Wolken sorgten für angenehmere Temperaturen, so fühlten wir uns beim Rennen wohler. Um 16.45 Uhr erreichte das schnellste Team das Ziel und das Rennen wurde beendet.
Wir fuhren insgesamt 115 Runden und belegten den 9. Platz in der Klasse +600 /Sternchen Klasse.
Das OBD-Tuning Team mit Reini hatte Pech und wurde in die Profiklasse eingestuft, da ein Teammitglied eine Runde mit unter 2:13 fuhr. Damit erreichtren sie den 16. Platz in der Profiklasse. Na ja, ist ja auch wurscht, schließlich zählte das Dabeisein und der Spass mehr, als das Ergebnis. Jeder Teilnehmer konnte bei diesen extremen Bedingungen seine persönlichen Grenzen austesten. Mensch und Maschine leisteten wirklich Außergewöhnliches.
Trotzdem beschlossen wir, sofort nach dem Rennen, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein !
Also: "See you on Race-Track next year !"









