Köpfler von der Ducati
Ausfahrt irgendwann im Mai 2003
Wunderschöner Maitag. So beschlossen wir eine kleine Runde durchs Burgenland-Steiermark zu drehen. Mit dabei: Julius ( mit 996), Herbert (MV), Reini (9erKawa), Michl ("klane"Kawa), Hansl (TransAlp) und ich natürlich (mit Falco). Wir fuhren wie immer etwas verschärft über den "Gschriebenstein". Toller Grip, kein Verkehr, keine Gendarmerie. Da ließen wir es krachen, Kurve um Kurve gaben wir mehr Gas und freuten uns über den Adrenalinkick.
Nach dem Berg vor der Ortschaft Rechnitz fuhr ich als Führer der Truppe rechts zu einem kleinen Parkplatz zu, um wie immer nach diesem traumhaften Kurvengeschlängel, eine zu rauchen. Dieser Parkplatz wurde schon x-mal angesteuert und es wurde, bis zu diesem Zeitpunkt, fast schon Routine. Wir stiegen ab, warteten wie immer auf Michl mit seinem Oldtimer und sprachen auch, wie immer, über Reifen, richtigen Luftdruck - pseudotechnisches Gequatsche eben.
So quatschten, rauchten, quatschten und rauchten wir - insbesonders Hansl schaffte es immer wieder, sich einen neuen Tschigg anzuzünden. Mittlerweile war auch Michl wieder bei der Truppe und so konnten wir wieder weiterfahren. Natürlich hatte sich Hansl wieder eine angeraucht, so hatten wir wieder Zeit. Julius fragte mich, ob ich nicht mit seinem Bock ein wenig fahren wolle. Ich bejahte und nahm auf der Duc Platz.
Daß die Duc unbequem ist, war mir ja bekannt. Aber so!!! Hoch oben, den Arsch in den Himmel gestreckt, nimmst du gedemütigt, den Kopf unten, die Arme nach vorne gestreckt, die Knie in Achselhöhe, eine sehr gewöhnungsbedürftige Stellung ein.
Erste rein, Lenker einschlagen und ein wenig Gas. Plötzlich rollte ich mich von der Maschine wieder ab. Fast in Zeitlupe fiel ich von dem Gerät. Die Duc lag am Boden. Ich war mehr als erstaunt und machte ein "saublödes" Gesicht.
Erst langsam sammelte ich meine Gedanken: Na klar, die Duc hat keinen Lenkeinschlag !
Das Gelächter der anderen brauche ich nicht zu dokumentieren!
Man lernt nie aus: so schmiß mich ein Motorrad fast im Stehen ab! In meinem Alter so unvermittelt auf den Asphalt zu klatschen, fordert natürlich Tribut. So zerrte ich mir die Aduktoren des linken Beines. Die Duc bekam fast nichts ab, außer einigen Lackkratzern.

Dieser erste Abstieg brachte in diesem Jahr eine negative Welle zum Rollen, welche in den nachfolgenden Erzählungen genau beschrieben wird.