Reisebericht Spanien 2005

Da Fredl uns abgesagt hatte, mussten Joe, Deschky und meinereiner alleine die Tour nach Spanien antreten.

Nachdem wir mit dem Autoreisezug in Innsbruck angekommen waren hatten wir auch schon das erste Problem: Joe´s 750er SS sprang nicht mehr an, und er musste sie aus dem Zug „schieben“. Nach Lösung des problems, (er hatte den Notaus gedrückt), ging es ab nach Italien.

In Italien steuerten wir den Hafen von Genua an, und fuhren dann am nächsten Tag mit der Fähre nach Barcelona. Auf der Fähre stellten wir fest, dass wir verdammtes Glück hatten, dass Fredl nicht mitgekommen war, da die 4er Kabine für max. 3 Personen ausgelegt war.

Endlich in Spanien angekommen entdeckten wir, was sich keiner von uns vorgestellt hatte: Perfekter Asphalt, perfekte Kurven, Perfekte Straßen!!!

Von nun an machte das Motorradfahren so richtig Spaß. Der Straßenverlauf ließ Kurvengeschwindigkeiten von 50 bis 170 km/h zu, und der Asphalt war so rauh, dass keiner auch nur den Hauch eines rutschenden Reifens verspürte.

 

Unsere Reise führte uns von Barcelona – Tarragona – Valencia – Alicante bis nach Almeria. Von Almeria nach Motril fuhren wir durch die Sierra Nevada – ein sehr schönes fleckchen Erde!

Da uns ein Spanischer Feiertag in unsere Reiseplanung hineinfiel, mussten wir statt der 2 Ruhetage am Meer, wegen Hotelüberflutung weiter nach Norden. Aufgrund dieses Zufalls konnten wir einen original spanischen Kirtag in Puertollano beiwohnen, und ein solches Erlebnis war für uns das „Spanischte“ überhaupt; weit entfernt jegliches Tourismus und anderssprechender Individuen, saßen wir in einem Bierzelt und aßen ein Grillhuhn!!! Zwischen Tagada und Ringelspiel...

Halbzeit unserer Reise war Madrid, wo wir 2 Tage residierten und uns den kompletten Kulturschock gaben (Prada, Plaza Major, Retiro Park, Reina Sofia (von aussen versteht sich) usw.)

Danach ging es weiter Richtung Gijon – Nordküste, wo wir den einzigen Regen von Spanien erwischten. In Gijon selbst hatte schon Alberto (ein Ex-Arbeitskollege von Joe) Hotel und Essen bereitgestellt. (Anm. d. Red.: Bestes Hotel mit feinsten Dokumentationsfilmen auf Programm 1)

Bestens Motiviert fuhren wir weiter, als Joe plötzlich merkte, daß das Gewebe seines Hinterreifens bereits das Licht der Welt erblickte.

Nach Kontrolle der Gummis begaben wir uns schleunigst auf die Suche nach Ersatzmaterial, da Deschkys und meine Reifen auch nicht viel besser aussahen, ließen wir insgesamt 5 Reifen bei MOTOs LOLO in Santander wechseln. Mein Vorderreifen war der einzige der Österreich wieder sah.

Neu bestückt machten wir uns auf den Weg durch das Baskenland über die Pyrenäen mit Abstechern nach Frankreich bis Andorra. Andorra ist ein schönes kleines Land mit billigen Sprit und billigen Zigaretten. Für weitere billige Köstlichkeiten hatten wir jedoch keine Zeit, und fuhren zurück Richtung Barcelona. Am Ende unserer Spanienrundfahrt quartierten wir uns in Sitges – 15 km außerhalb Barcelonas in ein feines 4 Stern Hotel ein, wo wir ein köstliches Nachtleben mit einigen Brasilianer/innen vorfanden.

Leider war unser Urlaub nun auch schon fast aufgebraucht, und wir mussten uns wieder auf die Heimreise begeben.

Fazit:

Kilometer insgesamt: 8600

Kilometer „am Bock“ 6200

Verbrauchte Reifen: 6 Stk.

Erfolge: Joe´s Ducati 750 SS erreichte ihre 50.000 km

Ich, Hannes fuhr den kompletten Urlaub ohne Hinterbremse und verteidigte unsere Ehre (wurde nie Überholt)


 
 

©2005 Hannes - da Bua