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02.06. - 11.06.2006 Italien-Numana-Marcelli |
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Wir fuhren mit dem Autoreisezug Wien-Südbahnhof - Ancona. Vorteile: Kostenersparnis und relativ entspanntes Reisen während der Nacht, Zeitgewinn. So feierten wir bei Musikuntermalung ( ich hatte meinen iPod + Boxen dabei ) und fuhren gen Süden ! Irgendwann weit nach Mitternacht krochen wir in unsere Kojen ( man fühlt sich wie in einem U-Boot ) und versuchten ein wenig zu schlafen. Dies gelang nur in Etappen , immer wieder wachte man zwischendurch auf, da der vorhandene Platz, wie schon erwähnt, äußerst beschränkt war. Geschichte: So gegen 06.00 Uhr - ich war wieder eingenickt - machte es einen riesen Kracher ! Ich öffnete meine Augen und glaubte zu träumen, was ich da sah: zwei Hände, die sich krampfhaft an einer Leitersprosse anhielten. Die Metallleiter, mit der man die oberen Liegeflächen erklimmen konnte, lag quer in dem Abteil und Averell "Deschky" lag darunter. Dann hörte ich nur noch: "Scheiße, Auweh, welcher Trottel hat die Leiter nicht eingehängt?" So kamen wir dann vormittags in Ancona an und fuhren bepackt durch die Stadt. Wir peilten den Ort Numana an, welcher ca. 20 km südlicher lag. Nach Numana, in Marcelli fuhren wir auf einen Campingplatz, wo man kleine Bungalows mieten konnte. Der Platz war sehr schön gelegen, mit allen was wir brauchten ( Bar: für den Kaffee in der Früh, Restaurant: wenn wir abends nicht mehr Moped fahren wollten ). Außerdem waren die 2 Bungalows ( für je 3 Personen ) auch preisgünstig und so mieteten wir uns für eine Woche ein. Am nächsten Tag erkundeten wir einmal die Gegend rund um unseren Aufenhaltsort und stellten fest, daß die Temperaturen für italienische Verhältnisse sehr gedämpft waren. War zum Motorradfahren aber ideal, so konnten wir mit Leder fahren ! Die Straßen waren italienisch-typisch sehr kurvig, der Asphalt war griffig und die Landschaft traumhaft. Der darauffolgende Tag brachte vormittags ein wenig Regen, so beschlossen wir mit dem Autobus nach Ancona zu fahren und die Stadt zu erkunden. Außerdem wollten wir am Bahnhof die Tickets für die Rückreise mit dem Autoreisezug reservieren lassen. Geschichte: Bei der Rückfahrt mit dem Bus saß ich ursprünglich irgendwo weiter hinten. Doch da ich mit meinen Knien die Lehne meines Vordermannes fast durchbohrte, beschloß ich, gleich die erste Sitzreihe zu wählen, wo wesentlich mehr Platz für die Beine war. Problem: da saß eine Italienerin, die ihre Utensilien auf den zweiten Sitz deponiert hatte. Mir egal, dachte ich und begab mich in die erste Sitzreihe und sprach die Italienerin ( sie war, so wie ich auch, nicht mehr ganz taufrisch und hatte ihre beste Zeit schon länger hinter sich ) an: "Scusi, konn i do sitzn ?" . Brüllendes Gelächter aus den hinteren Sitzreihen. Doch die Italienerin grinste mich mit ihren Goldzähnen an, räumte den Sitzplatz und ich konnte mich neben sie setzen. Am Abend saßen wir nach einem vorzüglichen Mahl dann noch wie immer auf unserer Terrasse und begossen den schönen Tag mit einigen Cola-Rum. Geschichte: Wir waren alle schon ziemlich gut drauf und sprachen über die Matratzen in unseren Bungalows. Plötzlich klinkte sich Hannes "Da Bua" ein und referierte mit schon etwas lallender Aussprache: "I hob Matratzen von mein Großvota. Der hot die vur 50 Joahr söba mit Rosshoar gstopft. Do schlof i guat." Wir lachten und hatten einige Einwände. Plötzlich schoß es Hannes hervor: " Do konnst an jeden Oarzt frogn. Es gibt ka Alternative !"
Wir fuhren noch einige Touren, die jedesmal ein schönes Erlebnis waren. Baden konnten wir nicht, da sowohl das Meer als auch der Pool zu kalt waren. Lediglich ich riskierte, am Ende des Urlaubs, in den Pool zu springen. Am letzten Tag (Freitag) vor der Heimreise beschlossen wir ( Julius hielt sich heraus- da er mit einem geliehenen Bike unterwegs war ), auf die Rennstrecke von Misano (Autodromo Santa Monica) zu fahren, um dort einige Runden zu drehen. Allerdings wußten wir weder.ob ein öffentliches Fahren überhaupt möglich war, oder ob ein Veranstalter anwesend war. Wir riskierten alles - ca. 100 km Autobahnglühen mit zum Teil Mörderverkehr - und gewannen! So nahmen wir, wie schon erwähnt, wenig Risiko und tasteten uns langsam an den nicht einfachen Kurs heran. Insgesamt hatten wir wirklich alle Spaß und genossen es auf den Spuren von Chili, Haga oder Edwards zu wandeln! Leider mußte auch dieser Urlaub wieder zu Ende gehen und hinterläßt bei uns allen durchaus schöne Erinnerungen. Wir fuhren mit dem Autoreisezug wieder nach Wien, wo wir dann Sonntag um 08.00 Uhr ankamen. Die Variante mit diesem Zug ist durchaus zu empfehlen! Man schont seine Nerven und Reifen und kommt relativ ausgeruht an seinem Ziel an. Bella Italia - wir kommen wieder !
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©2006 Millefredl |
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